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Wasser und Eis von Pietro Gardoni im Krankenhaus Manerbio

Wasser und Eis

Vom 20. März bis 10. April 2026 werden im Eingangsbereich des Krankenhauses von Manerbio einige Drucke und ein unveröffentlichtes Video aus der Serie „Wasser und Eis“ des Künstlers Pietro Gardoni ausgestellt.

 

 

Kurzbeschreibung der Ausstellung

„Wasser und Eis“ ist ein Projekt des Künstlers Pietro Gardoni, das in den ersten Monaten des Jahres 2021 begann und sich im Laufe der Jahre zu einer sich ständig weiterentwickelnden visuellen Forschung entwickelte.

Indem der Künstler mit der Videokamera physisch in die gefrorenen Bäche und Flüsse des Alpenbogens eintaucht, erkundet er diese extremen Umgebungen auf der Suche nach kleinen Landschaftsfragmenten. Ziel ist es nicht, das Gebiet zu dokumentieren, sondern minimale Details — Wasserbewegungen, Eisoberflächen, Reflexionen und Transparenzen — zu isolieren und sie in Bilder von starkem ästhetischem Wert zu verwandeln. Jede Aufnahme wird so zu einer Art bewegtem Gemälde, in dem Wasser als wesentliches Symbol des Lebens und der Hoffnung hervortritt.

Das erste Video der Serie wurde 2023 an der Columbia University in New York anlässlich des World Water Film Festivals vorgestellt. Im selben Jahr wurde das Projekt im MUSE – Wissenschaftsmuseum von Trient während des Weltwassertags präsentiert.

Im Sommer 2023 wurde im Musil – Museum für Wasserkraft in Cedegolo eine aus drei Videos bestehende Installationsform mit der Filmmusik von Silvio Uboldi präsentiert. Anschließend wurde das Projekt Teil der Dauerausstellung des Museums, im Sala delle Sfere, der den Besuch einleitet, mit einer Version, die von der Filmmusik von Luca Formentini begleitet wird.

Im Jahr 2024 wurde eines der Werke der Serie an eine Schneewand in Edmonton, Kanada, projiziert und anschließend auch in Frankreich und im Vereinigten Königreich präsentiert.

Das Projekt, das zu einem der Kernpunkte der Künstlerforschung geworden ist, wird kontinuierlich fortgesetzt und durch neue Soundtracks, weitere Installationsformen und eine Reihe limitierter Künstlerbücher weiterentwickelt.

Diese Bilder, die im letzten Winter gefilmt wurden, sind nun am Eingang des Krankenhauses von Manerbio ausgestellt, in der Hoffnung, dass sie Patienten und Besuchern ein kleines Zeichen der Hoffnung bieten können.

 

 

Beitrag des Musil-Direktors

Die MUSIL-Stiftung unterstützt nachdrücklich den künstlerischen Weg von Pietro Gardoni, der darauf abzielt, die Sensibilität der Menschen für die Schönheit der Natur zu wecken. Wasser war ein reichlich vorhandenes Gut, ist es aber nicht mehr – es war und bleibt eine Quelle des Staunens und des Lebens, wie uns diese liebevollen Werke helfen, in unserem Geist und unseren Sinnen zu bewahren.

 

René Capovin, Direktor Musil

 

 

Beitrag des Generaldirektors von ASST Garda

Das Krankenhaus von Manerbio und der Fluss Mella teilen eine stille, aber tiefe Geschichte, geprägt von geografischer und symbolischer Nähe. Die Mella, mit ihrem kontinuierlichen Fluss, stellt seit jeher eine lebenswichtige Ressource für das umliegende Gebiet dar.

Ebenso versteht sich das Krankenhaus als Ort der Pflege, wo das Leben täglich geschützt, erneuert und unterstützt wird.

Wasser wird somit zur Metapher des Lebens, aber auch der kollektiven Verantwortung.

Wie fließendes Wasser basiert auch die Medizin auf einem Prinzip der Kontinuität: Eingreifen, das Gleichgewicht wiederherstellen, Wohlbefinden zurückgeben.

Wasser wird somit zu einem symbolischen Element, das Natur und Wissenschaft verbindet. Es erinnert an die

Reinigung, die Wiedergeburt, aber auch die Verantwortung. Wasser ist heute in all seinen Quellen als

eine begrenzte und wertvolle Ressource zu betrachten und stellt das Gleichgewicht ganzer Gebiete in Frage, genau wie die menschliche Gesundheit beeinträchtigt werden kann, wenn sie nicht sorgfältig geschützt wird.

Im Rahmen einer Ausstellung, die dem Wasser als essentiellem Symbol des Lebens und der Hoffnung gewidmet ist, erhält diese Verbindung einen noch größeren Wert.

 

Roberta Chiesa, Generaldirektorin von ASST Garda